Archiv der Kategorie: Bücher

Die Fliegenden Mütter im Blick

Hi Daniel,

Wir lesen gerade Dein Buch „Die fliegenden Mütter“ mit großer Freude und sind gerade mit den Italien-Geschichten durch. Wunderbar Deine Beobachtungsgabe, der trockene Humor und die oft knappe, aber dabei farbige und präzise, sorgsam rhythmisierte Sprache. Eine echte Freude.

Liebe Grüße

Michael

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Leserbrief

Lieber Daniel,

Es hat zwar eine Weile gedauert, bis „Der Überfall in der Türkenstraße“ bei unserem Buchhändler angekommen war, aber das Warten hat sich gelohnt. Ich habe das Buch mit großem Vergnügen gelesen. Dieses Kompliment will ich auch begründen, aus ganz subjektiver Perspektive eines Viel- und Gernelesers:

Die Erzählung  hat Humor (die Zeugenbefragung durch die Polizisten nach dem Überfall in der Bankfiliale könnte ähnlich auch bei Karl Valentin vorkommen!), Spannung (Du greifst routiniert, wenn auch mit einer leicht ironischen Distanz, in die Werkzeugkiste der Krimi-Autoren), und Herz (immerhin finden sich am Ende Zwei, nachdem Er sich von seiner Continental, Sie sich von ihrem Vater befreit hat).

Der Polizist Rudi bringt es auf Seite 122 auf den Punkt: „Ein Wachmann, der keiner ist, droht mit einer Pistole, die keine ist und erbeutet eine Geldkassette in der kein Geld ist…“. Man könnte die Reihe fortsetzen: Räuber, die nichts rauben, Studenten, die nicht studieren, ein Sparkassendirektor, der nicht seine Untergebenen knechtet (sondern ihnen Mohnsemmeln kauft), und am Ende ein Krimi, der nicht mit einer Verhaftung, sondern – ich kann dem Wortspiel nicht widerstehen – mit einer Verlobung endet.

Der Reiz dieser ganzen verkehrten Welt liegt darin, dass sie der richtigen den Spiegel vorhält – und das seitenverkehrte Bild ist definitiv erfreulicher als das Original. Als Leser würde man gerne noch ein Weilchen in diesem Bild bleiben: Dem Liebespaar noch ein wenig zuschauen, die Verschrottung von Taxi und Schreibmaschine beobachten, erleben, wie der Sparkassendirektor nach der Bäckerei noch die kommunistische Buchhandlung besucht. Aber das zeichnet ein gutes Buch ja aus: Der Leser kann und muss die Geschichte selber fortspinnen.

Mit herzlichen Grüßen aus Bonn

Helmut Blumbach

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Neuer Gedichtband erschienen

„Stille in unseren Köpfen“ ist mein neuer Gedichtband.
Er ist bei BoD erschienen.

Nachttage und Tagnächte. In manchen Nächten liegt das Mondlicht taghell auf der Erde. Sterne sind kaum sichtbar. Die Fenster an den Häusern mischen Licht in die Bäume. Manche Tage sind wolkenschwer und trist, dunkler Regen trennt uns vom Licht. Man sagt Tage sind Tage, Nächte sind Nächte, Tage sind hell, Nächte sind dunkel. Aber das stimmt nicht.

Hier kann der 98seitige Gedichtband bestellt werden: BoD

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Liebe

Zwei Brücken umspannen

die Welt

tief unten

fließt und vereint

die eine verspricht

wenn die andere weint

oder zerbricht

sie als eine Brücke

für beide hält

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Gedichte und Geschichten

Gedichte und Geschichten öffnen sich jedem anders. Sie befreien sich aus dem Gitter der sie eingrenzenden Worte. Klingen in verborgene Abgründe hinab. Berühren unbewusst durchlebte Räume, tief eingelagerte Ängste und Sehnsüchte. Geschichten sind Spiegel. Schaut man tief genug in sie hinein, liest man aus sich selbst heraus.

Ich habe bis heute nicht verstanden, wie diese kleine Geschichte diese Bewunderung und Freude in Rudi Winter auslösen konnte. Aber in jener unwirtlichen Novembernacht habe ich zum ersten Mal gespürt, dass man nicht alles verstehen muss. Und dass sich das, was uns am meisten bewegt, Augenblicke tiefen Leids und großer Freude, nicht im Verstehen offenbart.

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„Der Überfall in der Türkenstrasse“ ist erschienen

Am 10 August 2020 ist mein neuer Roman erschienen. Das Taschenbuch ist mit der ISBN: 3751943315 im Buchhandel erhältlich oder direkt hier: bei BoD

Die Story:
Hans Schreiber beobachtet die Welt unter seinem Fenster. Er nimmt nicht an ihr teil. Sein Leben steht unter dem manischen Diktat seiner Schreibmaschine, die mit ihm spricht. Sie warnt ihn eindringlich, sich von der ihn umgebenden Außenwelt fernzuhalten, in deren unkalkulierbaren Turbulenzen er sich verlöre. Nur von seinem Beobachterposten aus erhalte er sich die Souveränität über die Abläufe unter seinem Fenster, schaffe die notwendige Distanz zu der von ihm abgetrennten Wirklichkeit – und gewinne dadurch Macht über sie.
Sein Blick fällt auf eine junge Frau, die vor der Filiale der Dresdner Bank auf und ab schlendert immer wieder innehält und in einen kleinen Block kritzelt…
„Ein Überfall!“ ruft ihm seine Schreibmaschine zu, „da findet ein Überfall statt. Beobachte und schreib alles auf!“
Am Tag des Überfalls bewegen sich alle Personen von unterschiedlichen Motiven geleitet, ins Zentrum des Geschehens. Doch es scheint, als würden sie an unsichtbaren Fäden aneinander vorbei geführt…
Ein hanebüchener Überfall. Die Befreiung von einer Obsession. Und eine Liebesgeschichte.

Viel Spaß beim Lesen!

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